Jahresfahrt 2026

Unter dem Motto „Otter Tour“ fand die Jahresfahrt der Zoofreunde Stralsund, vom 15.05.2026 bis 17.05.2026 mit 45 Teilnehmern, in den Zoo Hannover und das Otterzentrum Hankensbüttel statt.

Mit dem „De Stralsunner“ von Möller Reisen ging es um 07:30 Uhr auf nach Niedersachsen.

Auf der Hinfahrt machten wir einen Stopp in Gifhorn und besuchten das am 08.05.1980 gegründete Internationale Mühlenmuseum.

Mit Horst Wrobel, Gründer und langjähriger Besitzer, kam es 1977 zu ersten Kontakten mit dem Landkreis Gifhorn, der seine Idee eines Mühlenmuseums unterstützte. In 2 Jahren entstanden auf dem zukünftigen Museumsgelände Gräben, Teiche und ein circa 5 Hektar großer Mühlensee, der gleichzeitig als Rückhaltebecken für den Hochwasserschutz der Ise dienen sollte. Die Ausstellungshalle mit Horst Wrobels maßstabsgerechten Mühlenmodellen und 3 Mühlen (in Originalgröße) waren die ersten Bauten bei der Eröffnung. Im September 2021 stimmte der Rat der Stadt Gifhorn mehrheitlich dem Kauf des Mühlenmuseums für 2,6 Millionen Euro zu und am 01.01.2022 ging das Museum in den Besitz der Stadt über. Ende 2025 meldete der Pächter Insolvenz an, seit 2026 geht der Museumsbetrieb mit stark verringertem Personal weiter.

Im circa 800 Quadratmeter großen Ausstellungsgebäude befinden sich ca. 49 Wind- und Wassermühlenmodelle aus 20 Ländern. Mittelpunkt des Museums ist der Dorfplatz mit dem Mühlenhaus, dem Brothaus und dem Trachtenhaus, in dem selbstgebackenes Brot und Kuchen angeboten wird. Weiterhin befindet sich auf dem Gelände (außer den 13 Mühlen) eine sehenswerte russisch-Orthodoxe Holzkirche, die freitags leider nicht besichtigt werden kann.

Bei der circa 1,5 Stunden Führung gewannen wir einen Einblick in das interessante Museum, bevor wir unsere Fahrt in das Maritim Airport Hotel in Hannover fortsetzten. Mit einem leckeren Abendessen beendeten wir den ersten Tag.

Am nächsten Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück in den Zoo Hannover, wo wir vom Kurator Herrn Klaus Brunsing und dem Vorstandsvorsitzenden des Fördervereins Herrn Cristian Wagner begrüßt wurden. In dem am 04.05.1865 eröffneten Zoo leben auf Fläche von 22 Hektar circa 1780 Tiere (164 Arten). Der Zoo engagiert sich im Artenschutz in 15 Ländern. Rund 1 Millionen Gästen besuchen pro Jahr den Zoo.

Der Verein „Zoofreunde Hannover e.V. wurde 1967 gegründet und hat über 700 Mitglieder. Bei einer spannenden Führung in 3 Gruppen (durch Frau Kerstin Wienecke, Herrn Frank Schmelzpfennig und Herrn Christian Wagner) erhielten wir spannende Eindrücke in die Tierwelt des Zoos. Unter anderen vielen interessanten Tieren erlebten wir auf dem Erlebnispfad die Tierwelt Afrikas hautnah bei einer Bootsfahrt auf dem „Sambesi“.

Besonders beeindruckt hat mich das brütende Rothalsstrauß Paar, einer Unterart des Afrikanischen Straußes (der Rothalsstrauß gilt aufgrund von Wilderei und Lebensraumzerstörung als vom Aussterben bedroht). Die männlichen Vögel haben einen roten Hals, rötliche Beine und ein schwarz-weißes Gefieder. Die Henne ist graubraun gefärbt. Während der Hahn die Eier in der Nacht bebrütet,

wechselt ihn am Morgen die Henne ab. Mit ihrer unauffälligeren Färbung ist sie und das Gelege am Tag besser vor Fressfeinden geschützt. Straußeneier sind die größten Vogeleier der Welt. Sie sind bis zu 16 Centimeter lang und wiegen 1,5 bis 2 Kilo

(ein Hühnerei wiegt circa 60 Gramm).

In der Kanadischen Themenwelt „Yukon Bay“ leben unter Anderen 5 Timberwolf Rüden.

Ein sehr aktives Faultier hat alle beeindruckt und der Rote Panda zeigte sich auch noch.

Nach der sehr informativen Führung hatten alle noch genug Zeit den Zoo auf eigene Faust zu erkunden, bevor es zurück zum Hotel ging, wo uns ein Abendessen erwartete.

Am Abreisetag machten wir uns nach dem Frühstück auf die Heimreise mit einem Zwischenstopp im Otterzentrum in Hankensbüttel. Wir nahmen an einer kommentierten Schaufütterung teil. Durch die täglich stattfindenden Schau-fütterungen ist es möglich auch nachtaktive Tiere zu erleben. So erhielten wir interessante Informationen über den Dachs, Hermelin, Mauswiesel, Steinmarder, Baummarder, Nerz, Iltis, Frettchen und natürlich den Otter.

Sehr informativ war die Vorführung von Kleinlebewesen, bei der die Führerin Wasser aus dem Otterbach entnahm. Es ist erstaunlich, wie viele Lebewesen in so einer kleinen Wasserprobe leben. Das Otterzentrum wird von dem Verein „Aktion Fischotterschutz e.V.“, einer staatlich anerkannten Naturschutz-organisation betrieben. Auf circa 6 Hektar werden Fischotter sowie verwandte Marderarten gehalten.

Nach 3 ereignisreichen Tagen traten wir die Heimreise nach Stralsund an.

Ein großes Dankeschön an die Führer im Mühlenmuseum, die Führerin und die Führer des Fördervereins im Zoo Hannover. Ein besonderer Dank an unseren Busfahrer Herrn Uwe Rettich und an das Omnibusunternehmen „De Stralsunner“ für die perfekte Rundumbetreuung.

Heike Graßhoff